Zwei starke Volksinitiativen eingereicht: Ein historischer Moment für Natur und Demokratie

25. Juli 2025

Ein Meilenstein für den Natur- und Heimatschutz:

Die Freie Landschaft Schweiz hat am 25. Juli 2025 gleich zwei Volksinitiativen bei der Bundeskanzlei eingereicht – unterstützt von zahlreichen Organisationen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Land. Auch wir vom Verein Pro Burg haben mitgeholfen, tausende Unterschriften zu sammeln und diesen Meilenstein mit möglich gemacht.

Waldschutz-Initiative: 112’000 Unterschriften für unsere grünen Lungen

Die Waldschutz-Initiative wurde mit über 112’000 gültigen Unterschriften eingereicht. Ihr Ziel: naturnahe Wälder vor Überbauung und Zerstörung zu schützen. Wälder sind mehr als Holzlieferanten – sie sind Lebensraum, Klimaregulator und Erholungsgebiet. Die Initiative will sicherstellen, dass wertvolle Waldgebiete nicht weiter unter den Druck von Bauprojekten geraten.

Gemeindeschutz-Initiative: 108’000 Stimmen für mehr Mitsprache

Auch die Gemeindeschutz-Initiative hat das notwendige Quorum deutlich übertroffen – mit 108’000 Unterschriften. Sie verlangt, dass Gemeinden und ihre Bevölkerung bei raumplanerischen Entscheiden, die das Ortsbild oder die Siedlungsstruktur stark betreffen, ein echtes Mitspracherecht haben. Damit sollen Bauprojekte mit weitreichenden Folgen demokratisch abgestützt werden.

Gemeinsam für eine lebenswerte Schweiz

Wir vom Verein Pro Burg sind stolz, Teil dieser breiten Bewegung gewesen zu sein. Unsere Mitglieder und Unterstützerinnen haben sich mit grossem Engagement für das Zustandekommen der beiden Initiativen eingesetzt. Dafür danken wir herzlich!

Der Weg ist noch nicht zu Ende – jetzt beginnt die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Anliegen, die uns alle angehen: der Schutz unserer natürlichen Lebensräume und eine echte Mitsprache in der Gestaltung unseres Lebensraums.

Wir bleiben dran – für Natur, Landschaft und Demokratie.
Der Vorstand

Volksinitiativen zum Schutz der Natur und der Gemeinden betreffen den Windpark Burg

Medienmitteilung Verein Pro Burg & Freie Landschaft 

Der Schutz der Natur und der Volksrechte in der Schweiz sind durch mehr als 300 Windparkprojekte mit mehr als 1000 Windrädern bedroht. Am 30. Januar 2024 sind zwei Volksinitiativen zum Schutz der Natur und der Gemeinden lanciert worden.

Unterstützt von Gemeindepräsidenten, Grossräten und Kantonsrätinnen, Gemeinderäten, einem Nationalrat sowie Professoren, Naturschützern, Biologen, Rechtsanwältinnen und Denkmalpflegern lanciert der Verband Freie Landschaft Schweiz zwei Initiativen. Der Verein Pro Burg ist Mitglied von Freie Landschaft Schweiz und unterstützt die Vorhaben mit seinem Engagement.

Für den Schutz der Natur

Waldschutz-Initiative
« Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen »

Viele Windräder sollen mitten im Wald oder direkt am Waldrand errichtet werden – darunter auch der Windpark Burg auf dem Boden der Gemeinde Kienberg und Oberhof. Für jede im Wald installierte Windkraftanlage würde jedoch eine Fläche von einem Fussballfeld gerodet, oder ausserhalb des Waldes unwiederbringlich durch die schweren Baumaschinen verdichtet.

Der Wald ist nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für den Menschen lebenswichtig. Es ist ein gesamtes Ökosystembetroffen, welches durch den Bau von Windkraftanlagen in Wäldern bedroht wird. Windkraftanlagen töten Vögel und Fledermäuse und führen zu einem Verlust an Lebensraum für die Tierwelt.

Die lancierte Initiative verbietet keine Errichtung von Windkraftanlagen in der Schweiz, sondern verlangt, dass diese deutlich ausserhalb von Wäldern und Waldweiden geplant und gebaut werden. Die Natur braucht Schutz und darf nicht im Namen des Klimas vernichtet werden. Die Visualisierungen des Windparks Burg zeigen den massiven Eingriff in den Wald und die rundumliegenden Waldweiden. Der Windpark Burg wäre mit der Waldschutz-Initiative unvereinbar.

Hier zur Website der Initiative: https://protection-forets-oui.ch

Für den Schutz der Lebensqualität

Gemeindeschutz-Initiative
« Für den Schutz der direkten Demokratie bei Windpark-Projekten »

Viele Regionen im Jurabogen, im Mittelland, in den Voralpen und den Alpen sind von geplanten Windkraftanlagen betroffen. Windturbinen haben Auswirkungen auf die Landschaft der betroffenen Regionen und den Alltag der Menschen, die in der Umgebung leben. Deshalb muss den Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, über diese Projekte abzustimmen.

Derzeit wird versucht, das Recht, sich lokal gegen den Bau von Windkraftanlagen zu wehren, so weit wie möglich zu beschränken. Dank der Verfassungsgarantie dieser Initiative müssen auf Bundes- und Kantonsebene künftig kommunale Abstimmungen über Windkraftprojekte vorgesehen werden.

Die lancierte Initiative verbietet keine Errichtung von Windkraftanlagen in der Schweiz, sondern verlangt, dass diese einer verbindlichen Volksabstimmung unterzogen werden, und zwar in den betroffenen und stark beeinträchtigten Gemeinden. Eine solche Urnenabstimmung wäre in allen vom Windpark Burg betroffenen Gemeinden notwendig. Die Kienberger Bevölkerung hat den Windpark an einer Gemeindeversammlung bereits angenommen, in den anderen betroffenen Gemeinden wurde jedoch noch nie abgestimmt.

Hier zur Website der Initiative: https://protection-communes-oui.ch

Totaler Absturz der Windenergie im Kanton Freiburg

Medienmitteilung von Freie Landschaft Schweiz, 2, July 2021

Innerhalb von vier Tagen gab es zwei Abstimmungen über drei Windparks im Kanton Freiburg. Die durch die Projekte Vuisternens, Gibloux und La Sonnaz betroffenen Gemeinden haben mit 99% und 89% deutlich Nein gesagt. Damit erleidet die Windenergie in der Schweiz einen herben Rückschlag. Weitere 5% der in der Energiestrategie 2050 projektierten Windanlagen haben damit innert weniger Tage eine Niederlage erlitten. Die Windenergie spielt bei der nationalen Energie-politik nur noch eine untergeordnete Rolle. Das ist bei der Revision des EnG zu berücksichtigen. 

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Medienmitteilung Windatlas 2019

von Freie Landschaft Schweiz

Jetzt liegt die Wahrheit auf dem Tisch: Die Schweiz ist kein Windland. Das Bundesamt für Energie hat den neuen Windatlas 2019 publiziert. Obwohl gegenüber dem Windatlas 2016 vier Mal mehr Messstationen berücksichtigt wurden, gibt es in der Schweiz plötzlich kaum mehr Wind. Damit ist klar: Das Bundesamt für Energie hat den Windatlas im Vorfeld der Abstimmung über die Energiestrategie getunt und ein massiv zu hohes Windvorkommen in der Schweiz prognostiziert.

Lesen sie die ganze Medienmitteilung im folgenden PDF.