Medienmitteilung WHO bestätigt: Der Lärm von Windkraftanlagen macht krank 

Freie Landschaft Schweiz – 12.10.2018

 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt eine konkrete Empfehlung ab. Windkraft-anlagen sollen tagsüber nicht mehr Lärm als 45 dB verursachen. Die WHO empfiehlt der Politik, geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Lärmbelastung durch Wind-kraftanlagen in der Bevölkerung zu ergreifen, „weil Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist.“

 

Die WHO hat ihre Leitlinien für Umgebungslärm für die europäische Region publiziert. Der Lärm von Windkraftanlagen wird von der WHO neuerdings gleich behandelt wie Strassen-, Eisenbahn-, Flug- und Freizeitlärm.

 

Die WHO stellt die klare Forderung: Die Lärmimmissionen durch Windkraftanlagen sind tagsüber auf unter 45 dB zu begrenzen. Lärm oberhalb dieses Wertes sei gesundheitsschädlich. In der Schweiz sind die meisten Windkraftanlagen in der Landwirtschaftszone geplant, in welchen für Anwohner der Grenzwert gemäss der Schweizerischen Lärmschutzverordnung LSV bei 60 dB tags-über liegt. Folglich dürfen die Windkraftanlagen in der Schweiz doppelt so laut (10 dB) sein wie die WHO empfiehlt. Die LSV stammt aus dem Jahr 1986 und ist veraltet.

 

Da es sich bei Windkraftanlagen um Industrieanlagen handelt, die in ruhige Nichtindustriezonen hinein wirken, sind die aktuellen Regelungen der LSV bei Windkraftanlagen ungenügend und kön-nen eine übermässige Lärmbelastung oder gesundheitliche Beeinträchtigungen der Anwohner nicht verhindern.

 

Die WHO hält fest, dass eine Lücke in der wissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich besteht. Besonders würden Untersuchungen fehlen, welche die Auswirkungen von Windturbinen-Lärm auf die Anwohner in der Nacht beurteilen. Folglich dürfte der Grenzwert in der Nacht noch deutlich tiefer als 45 dB liegen. Dies hat bedeutend grössere Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Anwohner zur Folge.

 

Die Untersuchungen, welche die WHO anführt, gehen immer vom Bevölkerungsdurchschnitt aus (P90 = 90% der Bevölkerung). Die 10% der Bevölkerung, welche besonders sensibel sind und bei gleicher Lärmexponierung übermäßige gesundheitliche Beeinträchtigungen erleiden können, finden bei der WHO-Empfehlung keine Berücksichtigung und sind folglich noch stärker vom Lärm betrof-fen.

 

Freie Landschaft Schweiz fordert die Politik auf, die Bevölkerung vor geplanten Windkraftanlagen zu schützen und die LSV umgehend anzupassen. Bis zu einer Anpassung der LSV sind vorsorgliche Massnahmen wie ein Verzicht auf Erleichterungen bei den Planungswerten dringend umzusetzen.

 

Kontakt: Elias Meier, Präsident, 032 652 61 61, elias.meier@freie-landschaft.ch

Leitlinien für Umgebungslärm für die Europäische Region – Zusammenfassung (2018)

 

 

Die große Flaute 

Der Spiegel – 27.01.2014

 

Nach der Pleite der Öko-Firma Prokon zittern bundesweit Windstrom-Investoren um ihr Geld. Eine Branchenanalyse zeigt: Mindestens die Hälfte der Projekte, in die Sparer mit dem Versprechen auf hohe Rendite gelockt wurden, läuft schlecht.

 

 

 

Lasst diese Verschandelung der Jurakreten nicht zu

 

(bi.) Der bereits fünfte Informationsanlass des Vereins „Pro Burg“ war am Dienstagabend im Ochsensaal, Wölflinswil sehr gut besucht und bot einerseits zwei kompetente Referate über den  Wert der Landschaft und die Bedeutung der Erhaltung der Artenvielfalt und markierte einmal mehr klar und deutlich: So nicht. Es darf keine hochindustrielle Grossanlage bis zu 200 Meter Höhe auf Burg in einer bis heute intakten und weitgehend unberührten Landschaft geben.

 

Dr. Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz zeigte diesen Landschaftsraum eindrücklich mit dem Vergleich der aktuellen Landeskarte und derjenigen vor rund 100 Jahren. Was entlang den Flüssen, im Mittelland in den städtischen Agglomerationen in den letzten Jahrzehnten vor sich geht, können alle täglich mitverfolgen. Genau diese Entwicklung ruft dringend nach Freiräumen, nach Natur und der Erhaltung der Schönheit und Einmaligkeit der Landschaft. Die Suche nach Harmonie, Schönheit, Ruheinseln, nach Ausgleich zur Hektik in den Ballungsräumen, gehört nach Rodewald zur elementaren Triebkraft des menschlichen Daseins. Über die Jahrhunderte haben Künstler und Gelehrte, Dichter und Wissenschaftler, das Wohlbefinden, das Licht, die Farbigkeit und das Mosaik einer Naturlandschaft als für unsere Gesundheit bedeutend bezeichnet. „Wir brauchen Sehnsuchtsorte, wie sie hier die liebliche Hügellandschaft des Aargauerjuras zu geben vermag“, betonte der Referent.

 

 

Artenvielfalt ist überlebenswichtig

 

Dr. Marc Kery, als engagierter Biologe, Umweltwissenschafter und Privatdozent an der Universität, Zürich schilderte das Oeko-System, die Artenvielfalt und letztlich den Schutz der Landschaft als „überlebenswichtig“, die Grundlage des menschlichen Lebens. „Allein schon für unsern Selbstschutz müssen wir diese Naturwerte hoch einstufen, aber vor allem auch im Blick auf kommende Generationen“. Er zeigte für die Brut- und Zugvögel ein grosses Gefährdungspotential auf. Kleine Populationen sind sofort gefährdet, wenn diese durch Fremdeinwirkung dezimiert werden. Er nannte als Beispiele im Waadtländerjura den Bartgeier, im näheren Jura die Heidelerche, den Rotmilan und die Fledermaus-Kolonien. „Wir dürfen keine subventionierte Landschaftszerstörung zulassen“, forderte Kery und meinte damit den fragwürdigen Subventionsfluss über die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung). Wie die Vereinigung „Wind still“, welche gegen ähnliche Anlagen auf der Challhöhe kämpft feststellte, ist zurzeit der Subventionstarif für Windenergie in der Schweiz 21,5 Rp. pro Kilowattstunde und in Deutschland aktuell 11 Rp (8,8 Cent).

Windkraft ist im Land der Berge und Hügel labil, unberechenbar und ohne Konstanz

Übereinstimmend lässt sich aufgrund der beiden Referate festhalten:

  • Windkraft ist labil, unberechenbar und sichert keine konstante Versorgung. Gefährdet die Versorgungssicherheit sogar, wenn z.B. die Wasserkraft teilweise ausgebootet wird. Halbiert sich z.B. die Windgeschwindigkeit, sinkt die erzeugte elektrische Energie um das Achtfache. Aus wirtschaftlicher Sicht können nur wenige Standorte in der Schweiz mithalten, z.B. das Untere Rohnetal im Wallis.

  • Wollte man das KKW Gösgen mit Windturbinen ersetzen müssten 1522 MW-Turbinen landesweit erstellt werden, die aber nur eingesetzt werden könnten im Mix, im Verbund mit andern Produktionsanlagen. Strom muss bekanntlich jederzeit an der Steckdose verfügbar sein.

  • Es geht nicht nur um das Burg. Wenn im vorderen Jura, SO, BL und AG Anlagen trotz Juraschutz, trotz Jurapark, trotz Gutachten und Umweltverträglichkeitsprüfung usw.  gebaut würden, ist das sensibelste Kleinod, welches den Gebirgszug auszeichnet, zerstört, die weite, grosszügige Krete, das Markenzeichen des Juras. Genau diese Kreten waren es doch, die längst vor jeglicher Raumplanung den Kanton Solothurn eine strenge Juraschutzgesetzgebung erlassen liessen.

  • Was denn ohne Windkraft? Auf das Wasser setzen, unsere erprobte heimische Naturenergie. Die Solarnutzung entschieden weiter fördern, mit  jeglicher Energie sparsamer umgehen und eine engagierte Forschung weiterführen.

 

Nach einer lebhaften Frage- und Antwortrunde betonte Präsident und Förster Werner Habermacher unter Applaus, dass der Verein Pro Burg unentwegt am Ball bleiben werde: “Unsere Landschaft verdient diesen Einsatz“.

 

 

v.l.n.r. Dr. Marc Kery; Dr. Raimund Rodewald und Präsident Verein Pro Burg, Werner Habermacher.

 

Landschaft wird zum harten Standortfaktor

Neue Töne schlägt gemäss NZZ vom 24. Juni 2013 die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung an. Wörtlich: „Beim Wettbewerb unter den Standorten galt die Landschaftsqualität bis anhin als weicher Faktor, der kaum als messbare und damit vergleichbare Grösse berücksichtigt wurde. Laut dem Oekonom Fabian Waltert gibt es aber zunehmen Aspekte, welche die Landschaft quantifizieren. Die Landschaft lässt sich durch aus unter ökonomischen Gesichtspunk ten betrachten. Sie hat Eigenschaften eines öffentlichen Guts. Obwohl Natur- und Naherholungsräume nicht handelbar sind, haben sie einen Wert. Dieser zeigt sich direkt bei den Wohnungspreisen. Der Wert der Landschaft steigt in der Schweiz als Ganzes, weil sie wegen der Bebauung unter Druck ist, Die grünen Freiräume im dicht besiedelten Land sind auch für Firmen, die Arbeitskräfte suchen zu einem harten Faktor geworden.“

 

Mehr Wissen über Energie, über Pro und Contra

Viele Argumente finden sich im Argumentarium unseres Vereins (siehe Frontseite, kann heruntergeladen werden). Der Verein „Pro Burg“ kann für sich auch in Anspruch nehmen zu vielen Aspekten der komplexen Energiefragen bisher fünf Veranstaltungen durchgeführt zu haben. Breite und sachbezogene Information tut not.

Nun ist eine neue Publikation erschienen, die allen an Energiefragen interessierten nur empfohlen werden kann. „Energiewende – Und wie sie gelingen kann“ von Hanspeter Guggenbühl. Guggenbühl ist freier Journalist mit Schwerpunkt Energie-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Er arbeitet für Schweizer Tages- und Wochenzeitungen. 2012 erkoren ihn die Leserinnen und Leser des Branchenblattes „Schweizer Journalist“ zum „Wissenschaftsjournalist des Jahres“. Guggenbühl beruft sich auf gegen 30 Studien und grössere Publikationen zum Thema und gibt eine hervorragende Uebersicht. Das Buch ist vor allem denjenigen zu empfehlen, die in der „Debatte Oberhof“ Behauptungen gemacht haben wie: „Man gönnt uns die Einnahmen nicht. Wer gegen die Windkraft ist, der ist für die Kernenergie“. So simpel lässt sich die ganze Energieproblematik einfach nicht ausblenden. Das Buch kostet ca. Fr. 27.-- und ist unter

ISBN 978-3-7253-0992-4, www.rueggerverlag.ch erhältlich.

 

Bayern: Seehofer zieht die Notbremse. Er will 2 km Abstand von Wohnsiedlungen!

Ungewöhnliches spielt sich in Deutschland, genau im „Super-Windland“ Bayern ab. Regierungschef Horst Seehofer spricht Klartext: „Mit meinem Namen und meiner Verantwortungszeit als Regierungschef wird die Verspargelung Bayerns nicht verbunden werden können. Sehr hohe Windräder bis 200 Meter sollen nur in einem Mindestabstand zu Wohnsiedlungen gebaut werden dürfen. Bei 200 Meter hohen Exemplaren soll er zwei Kilometer betragen!“ Der Bundesverband für Windenergie protestiert und meint, die Forderung Seehofers würde die Windkraft in Bayern endgültig stoppen. Seehofer legt folgerichtig nach: „Man darf anderen nur zumuten, was man selbst vor der Terrasse haben möchte. Ich will keine Umzingelung der Dörfer!“

 

Jurapark Aargau nimmt klar Stellung

Im Rahmen der Vernehmlassung und Anhörung zur Anpassung des Richtplanes Aargau plädiert die Leitung des Jurapark Aargau für eine Streichung der möglichen Standorte Burg und Laubberg/Wessenberg. U.a. wird ausgeführt: „Die Errichtung von Windenergieanlagen würde die Anforderung gemäss Art. 15 Abs. l lit c der Pärkeverordnung Schweiz unterlaufen“. Das Gebiet des Parks muss sich danach durch einen geringen Grad an Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes auszeichnen, so in Bezug von Bauten, Anlagen und Nutzungen. Der Standort Burg liege in der typischen kleinräumigen Hügellandschaft des Faltenjuras. Angesichts der exponierten Lage wären die Anlagen von Norden, Osten und Westen weit herum sichtbar, was das Landschaftsbild deutlich verändern und beeinträchtigen würde. Die Parkverantwortlichen melden auch viele Bedenken und Vorbehalte an bezüglich Erschliessung, Flora und Fauna, sowie dem Quellgebiet.

 

Hauseigentümerverband gegen Winkraftparks im Aargau

Der HEV Aargau erwähnt, dass unregelmässig anfallender Strom aus Windkraft den zusätzlichen Ausbau von Stromproduktionskapazitäten erfordere. Es brauche also auch ausreichend Bandenergie. Zudem brächten Windkraftanlagen Ressourcenverschleiss und Nutzungskonkurrenz zum Erholungsraum Wald, seltene Erden, Bau von zusätzlicher Verkehrsinfrastruktur in abgelegenen Gebieten. Und wörtlich: „Windkraftanlagen beeinflussen Land- und Immobilienpreise. Gute Wohnlagen zeichnen sich unter anderem durch die Nähe zu intakten Erholungsgebieten aus“.

 

Auf weitere Nutzung der Windkraft im Kanton Uri soll verzichtet werden

Der Regierungsrat des Kantons Uri will nach den erstellten

Windenergieanlagen auf dem Gütsch bei Andermatt nun grundsätzlich auf weitere Anlagen im Kanton verzichten. Weitere Anlagen waren ursprünglich auf der Furka, dem Klausenpass und auf dem Susten geplant.

 

Aufsehenerregender Windrad-Baustopp in England

„10 Jahre zu spät werden wir die Windmühlen los – eine der gerfährlichsten Wahnvorstellungen unserer Zeit“, steht in einer aufsehenerregenden Dokumentation, die uns aus England erreicht und offiziell am 31.10.2012 publiziert wurde. Der englische Energieminister John Hayes hatte angekündigt, die Regierung plane keine weiteren Windmühlen mehr auf Land zu bauen. Dies sei nach Meinung des Berichterstatters der Anfang vom Ende einer der grössten und gefährlichsten Täuschungen. 100 Parlamentsabgeordnete verlangten bereits einen umfassenden Baustop. Die Hauptkritik gilt der riesigen Subventionierung, welche an völlig unrealistischen Standorte Räder hätte zum Laufen bringen soll. Die effektiven Erträge seien miserabel. Wörtlich im Bericht: „Die Energiemenge, die sie produzieren ist so niedrig, dass die durchschnittliche Leistung, die wir heute von allen 3500! bisher erstellten Windmühlen geliefert bekommen, nicht grösser ist als die eines einzigen mittelgrossen Gaskraftwerkes, welches nur einen Bruchteil von Investitionen erfordert.“ Man habe immer nur von „Kapazitäten“ gesprochen, die von 24 Stunden-Vollbetrieb ausgehen. Effektiv betrage dir durchschnittliche Leistung kaum 25% dieser „Kapazität“. Der Unmut in den Landregionen wachse, gleichzeitig auch der Druck auf das Parlament und die Regierung jetzt eine vollständige Neubeurteilung vorzunehmen.

- Der Verein „Pro Burg“ hat das Dokument im Wortlaut der Aargauer  

  Regierung und Frau Bundesrätin Doris Leuthard zugestellt. Vor allem

  an Bundes-Bern mit dem Ersuchen Klarheit darüber zu schaffen, was

  im viel gepriesenen „Windland England“ nun genau passiere. Mit

  Schreiben vom 18. Dezember hat das Bundesamt für Energie

  zugesichert, dass die „internationale Entwicklung selbstverständlich

  verfolgt werde“.

 

Breite Opposition gegen Aenderung des Richtplanes Aargau für Windparks

Der Verein „Pro Burg“ hat umfassend und mit dem Argumentarium Stellugn genommen, wie dies auf dieser Homepage jederzeit heruntergeladen werden kann.

Viele weitete Zuschriftskopien haben uns erreicht. Viele Argumente sind ermutigend, zielgerichtet und liegen voll auf der Linie der Vereinseingabe. Vielen Dank allen Mitengagierten!

 

Der weitere Fahrplan

Eine Aussprache in Aarau (Abteilung Raumentwicklung) mit einer Delegation unseres Vereins hat den Verfahrensablauf aufgezeigt. Die Verwaltung wird im Januar 2013 einen Bericht aufgrund aller Eingaben Baudirektor Beyeler vorlegen, dann geht das Paket an die Gesamtregierung und schliesslich als Botschaft an den Grossen Rat. Es ist möglich dass der Grosse Rat noch in der „alten Zusammensetzung“ entscheidet, weil das neugewählte Parlament erst anfangs April die offizielle neue Amtszeit beginnen wird. Richtplananpassungen – wie jetzt für diese Windparks im Aargau - hat ausschliesslich der Grosse Rat zu beschliessen. Es handelt sich dabei um eine erste raumplanerische Festlegung bzw. Vorgabe. Die abschliessenden Entscheide fallen mit der Zonenplananpassung, dem Baubewilligungsverfahren usw. auf der Stufe Gemeinde.

 

Zürcher haben Vorbehalte

Im Kanton Zürich gibt es nach Ansicht des Regierungsrates keine geeigneten Standorte für Windparks. Die Höhenzüge beidseits des Tösstales würden allenfalls die Minimalanforderungen erfüllen, sind aber im Inventar „Landschaft von nationaler Bedeutung“. AZ, 8.11.2012

 

Basler für Solar

Der Kanton Basel-Stadt will die Solarenergie im Stadtkanton entschieden fördern. Ein neuer Kataster über mögliche nutzbare Dachflächen sieht vielversprechend aus, ebenso die ganze Förderungspolitik.

 

EBM investiert weiter in Windpark

EBM investiert im Ausland weiter in Windparks. Deren früherer CEO Dr.Büttiker war Redner an unserer Mitgliederversammlung vom September. Die Elektra Birseck- Münchenstein gehört mit dem Neuerwerb zu den grössten Schweizer Windparkproduzenten. Der Zukauf befindet sich im ostdeutschen Brandenburg. EBM betreibt damit in Spanien und im Osten Deutschlands drei Windparks mit einer Leistung von insgesamt 95 Megawatt. Die Begründung von Büttiker ist einleuchtend: „Wir sind nicht gegen die Windkraft. Aber man soll dort investieren, wo die Topographie, die möglichst konstante Windströmung und die ohnehin gegebene technische Erschliessung optimal vorhanden sind“.

 

Hoch, höher am höchsten… ist offenbar das erklärte Ziel!

Es begann einmal bei 30 m – Rädern … jetzt ist die Planung für 2020 bei 240 m Höhe angelangt! Was nach aktuellem Stand unverändert auf Burg geplant ist, kann gegen 200 Meter hoch werden (Variante 2010 in der Grafik). „Die grössten Räder sind auf See geplant. Fernab von Küsten störe sich niemand an Windkraftwerken“, heisst es lakonisch im Bericht vom 15.11.2012 im Tagesanzeiger, Zürich. Man beachte dass das derzeit höchste Gebäude in der Stadt Zürich, der Prime Tower 126 Meter hoch ist, der Roche- Turm in Basel soll 180 Meter hoch werden. Die geplanten Windräder lassen all das im Schatten stehen. Und das auf heute noch einsamen Jurakreten direkt über den Dörfern!

 

Fakten, die sich nicht unter den Tisch wischen lassen!

In der Basler Zeitung vom 21. November 2012 hat Wolfgang Samo, Diplomwirtschafts-Ingenieur und ehemaliges Mitglied der Novartis-Konzernleitung Fakten gegen die Windenergie-Nutzung publiziert, die nicht einfach unter den Tisch gewischt werden können. Wir halten daraus einige Punkte fest:

- Studiert man den Windatlas stellt man fest, dass bei uns, im Vergleich

  zu anderen europäischen Staaten, der Wind nur schwach weht. 

  Windgeschwindigkeiten von mehr als sechs Metern pro Sekunde sind 

  selten, meist nur im Gebirge anzutreffen. Da erzielt eine Windturbine 16%

  ihrer Nennleistung, d.h. weit unter ihrem Optimum. Deshalb ködert man den

  Investor mit hohen Subventionen von 20 Rappen pro Kilowattstunde (in der

  EU werden 9,2 Cent/kWh bezahlt).

- Der Wind weht nicht immer. Also ist für die Versorgungssicherheit in „Stand-

  by“-Kraftwerke auf der Basis fossiler Energieträger oder in

  Pumpspeicherwerke zu investieren. Das kostet.

- Windkraftanlagen verschandeln das Landschaftsbild. Sie sind sehr

  flächenintensiv.

- Wäre es nicht besser, statt unser Land wie die BRD rasch zu „verspargeln“,

  sich an der englischen Regierung zu orientieren, die ein Moratorium für

  Windturbinen an Land plant? So könnte man eine bessere Faktenbasis

  schaffen und mit der nötigen Gelassenheit zur optimalen Energiepolitik

  gelangen.

 

Initialzündung kam von Vento Ludens

An der Orientierungsversammlung in Oberhof wurde die Frage gestellt, wer eigentlich auf die „Idee Burg“ kam? Antwort von Gemeindeammann Christian Schneider, Kienberg: „Die erste Anfrage kam von Vento Ludens aus Deutschland!“. Die „zündende Idee“ kam also primär vom Anlageersteller. Versammlung

22.11.2012 in Oberhof

 

Offen, klar und mit Argumenten

Der Verein „Pro Burg“ agiert offen und mit Argumenten, wie diese in unserer „7-Punkte Erklärung“ nachlesbar sind. Etwas anders sieht es auf der befürwortenden Seite aus: Das einzige „Argumentarium“, das bisher anonym mit Kleinplakaten ausgehängt wurde, heisst: „Die 7 Märchen gegen den Windpark Burg“. Alle Besucher unserer Hiomepage können versichert sein: Wir werden mehr zu bieten haben als Märchen zu erzählen!

Verein Pro Burg

 

5 grosse Energieversorger wollen in Windkraft im Ausland investieren

Die fünf Schweizer Energieversorger AET, EKS, EKZ, SN und die EGL haben die Beteiligungsgesellschaft Terravent AG gegründet. Terravent wird Investitionen in Onshore-Windparks in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien prüfen und vornehmen.

Neue Fricktaler-Zeitung vom 7.7.2011

 

Drei nahegelegene Investoren investieren für Windenergie nicht im
SO – AG – oder BL- Jura

Die Elektrizitätswerke Kanton Zürich (EWZ) investieren am Lac de joux (Waadtländer-Jura) die Stadt Aarau (EWA) investiert bei einem Windpark in Bayern und die EBM (Elektra Birseck Münchenstein) investiert in eine Grossanlage in Südspanien. Sie folgen damit genau der Bundesvorgabe von 2004! (erstellt von drei Bundesämtern) welche aus wirtschaftlichen Gründen Windkraft prioritär im Jura ab Moutier sieht, im Alpenraum und an bestgeeigneten Zonen im Ausland.

Medienmitteilungen September 2012

 

Stärken der Länder, starke Netze gefordert

In Europa besteht die Vision, dass die vorhandenen Stärken der einzelnen Länder aufgrund des Klimas, der Topographie oder der Meteorologie vereint und gemeinsam genutzt werden sollen:

- Ost- und Nordsee, auch Spanien und Portugal als Erzeugerstandorte für

  Windenergie

- Südeuropa und Nordafrika als Sonnenenergie-Erzeuger und

- Alpen als zentraleuropäischer Speicherplatz, d.h. als „Batterie Europas“.

Voraussetzung zur Realisierung diese Vision ist die Schaffung von leistungsfähigen Netzen. Nur so können grosse Mengen an Strom in die Schweiz geführt, gespeichert und aus den Speicherseen wieder abtransportiert werden.

Publikation swissgrid Juni 2011

 

Erneuerbare Energien im Aargau auf dem Vormarsch

2011 erteilte der Kanton Aargau 6910 Bewilligungen für Wärmepumpen. Das sind 13% mehr als im Vorjahr und über 50% mehr als 2008. Auch bei den Solar- und Photovoltaikanlagen ist die Zunahme der Gesuche enorm. Allein in der Stadt Baden gab es über 50% mehr Eingaben als im Vorjahr. Aargauerzeitung 10.3.2012

 

Feuer in den Alpen

Am 11. August 2012 wurde mit weithin sichtbaren Höhenfeuern ein eindrückliches Zeichen gesetzt für die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes und gegen die Zerstörung des Oeko-Systems. Die von Wien bis Nizza lodernden Höhenfeuer waren ein Zeichen der Solidarität zwischen den Alpenländern und – regionen.

www.survelva-no-windpark.ch

 

Alle Argumente unter den Tisch wischen und „duurestiere“!

Ich hatte an der Versammlung in Oberhof den Eindruck, dass alle noch so sachlichen Fragen nur halbbatzig oder überhaupt nicht beantwortet wurden.“Di wänd die Aalag uff Burg eifach duurestiere!“ Meinung eines Versammlungsteilnehmer am 22.10.2012 nach der Orientierung in Oberhof

Landschaft vor Windstrom

Die Regierung sagt Nein zu einem 150-Meter-Kraftwerk in kantonaler Landschaftsschutzzone auf dem Heitersberg. Die Landschaft beim Sennhof in Remetschwil bleibt damit unberührt.

Aargauer Zeitung 29.3.2012

 

Der minderwertigste Strom

Windstrom ist der minderwertigste Strom. Man kann diese Produktionsleistung mit andern Erzeugungsanlagen gar nicht von Kilowatt zu Kilowatt vergleichen. Die Unsteuerbarkeit und die Unzuverlässigkeit machen Windstrom im System einer gesicherten Stromversorgung praktisch nutzlos. Für die ökonomische Bewertung kann genausowenig Entwarnung gegeben werden. Windstrom ist der teuerste Strom, wenn man seine externalisierten Kosten wie Umweltverschmutzung, Landschaftsverschandelung oder den Lärm und den Schattenwurf für die Anwohner berücksichtigt.

Hans-Werner Sinn in „Das grüne Paradoxon“.

 

Kosten und Nutzen

Ich habe jetzt die ganze Versammlung hindurch gut zugehört und Pro- und Contra-Argumente miteinander verglichen. Ich komme zum Schluss: Das Kosten-Nutzenverhältnis stimmt bei der Windenergie nicht und obendrein wird noch die Landschaft verschandelt. Vesammlungsbesucher nach der Versammlung vom 12.9.2012 in Wölflinswil

 

Nein zum Industriepark auf Jurahöhen

Im lehrreichen Buch „Aargau – Heimatkunde für jedermann“ gibt es eine ausgezeichnete Darstellung über den Industriekanton Aargau. Den Flüssen entlang entwickelte sich die erste Pionierindustrie (Webereien, Baumwollspinnereien), dann die Flusskraftwerke mit direkter Stromversorgung in die Flussebenen (z.B. Sisslerfeld, Möhlin, Rheinfelden, Kaiseraugst, Aaretal bis hin zum Birrfeld usw.) dann führte die Bahn zu einem weiteren Entwicklungsschub, schliesslich das immer bessere und dichtere Strassen-Netz. Mit der BBC kam ein eigentlicher Gigant in den industriellen Aargau. Diese Entwicklung über Jahrzehnte und Jahrhunderte in den Flusstälern ist normal und durch die Topographie vorgezeichnet. Aber ein Gebiet blieb von dieser Entwicklung weitgehend unberührt, der Aargauerjura, die freien Hochflächen, die Talgründe. Dieser Freiraum zwischen den Agglomerationen und Städten, gar zwischen den Gross-Agglomerationen Zürich und Basel hatte noch nie einen wichtigeren Auftrag als heute: Grüne Lunge bleiben, frische Luft garantieren und noch etwas Ruheland sein dürfen in der immer dichter besiedelten und industriealisierten Schweiz. Soll jetzt diese letzte Oase noch zerstört werden? Sollen jetzt auf einsamen Jurahöhen noch diese Windparks gebaut werden? Es sind industrielle Anlagen, Höhengiganten auf Jurakreten und ich sehe nirgends die absolut bittere Notwendigkeit so etwas einer kommenden Generation anzutun. Die Wohntäler im Aargauerjura haben vor allem das eine anzubieten, das sie reizvoll und interessant macht: Eine hohe Wohn- und Lebensqualität. Soll das so billig preisgegeben werden? Nein! Und dieses Nein ist es wert gegen diesen Gigantismus anzukämpfen für eine Stück Freiheit, ein Grundrecht, das wir sonst bei jeder Gelegenheit doch hoch halten wollen in unserem Land.

Peter Bircher, Wölflinswil

 

Wer ist beteiligt?

Vento Ludens (Süddeutschland) 34%, Services Industriels de Genève SIG, Genf 51%, AEW 10%, und Gemeinde Kienberg 5%. Wo bleibt die regionale Wertschöpfung? Bei Solarprojekten weiss man in der Regel woran man ist, weil sie massgeschneidert sind für die lokalen Bedürfnisse. Beim Windpark entscheiden schlicht und einfach die Grossinvestoren in Süddeutschland und Genf was auf Burg passiert.

 

Zustimmung im Jura bröckelt

Nach einem ersten Windräderboom im Berner Jura und im Kanton Jura bröckelt die Zustimmung. Die Opposition wächst. In Les Bois haben 156 Stimmberechtigte eine Initiative eingereicht, welche ein Windräderverbot fordert. In Le Noirmont wurde ein 10-jähriges Moratorium gegen Windkraftwerke beschlossen. Hauptgründe: Lärm, Schattenwurf , die Entwertung der Liegenschaften und schwerwiegende Beeinträchtigung der Juralandschaft.

 

Was gefällt Ihnen am besten am Fricktal?

Im März 2010 hat Tourismus Rheinfelden eine Studie veröffentlicht. 398 Personen wurden befragt. Zur Frage, was Ihnen im Fricktal am besten gefällt antworteten weit an der Spitze mit dem Wert von 75%: Die schöne Landschaft.

 

Noch ist nichts gebaut in AG, BL und SO

Noch ist nichts bewilligt und nichts gebaut in diesen drei Kantonen. Verschiedene Projekte sind da, aber allesamt sehr umstritten. Wir sind also nicht allein in der Ablehnung des geplanten Windparks. Ein Branchenkenner hat ausgeführt, dass die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) bei der Windenergie nicht Projekte wie gewünscht fördere, sondern die ganze Aktion mehr und mehr schwäche, weil Firmen, die das grosse Geschäft wittern, drauf- los klotzen würden und vielerorts Gemeinden und Regionen vor den Kopf stossen. Fairerweise müsse man zugestehen, dass beim Windpark Mont Crosin, welcher immer wieder als „Musterpark“ gezeigt wird, in der Planung sehr bedacht vorgegangen wurde. Auf die erste Jurakrete, mit voller Einsicht vom Mittelland her, habe man sich schon gar nicht vorgewagt. In anderen Regionen des Juras sei nun aber in der Planung rücksichtslos vorgegangen worden.